Wanderung rund um Besigheim, dem schönsten deutschen Weinort

Einen wunderschönen Tag konnten wir in der Neckar-Enz-Region rund um Besigheim erleben. Rund 13 km durch Obstgärten und Rebhänge waren zurückzulegen. Doch zuvor nahmen wir 15 Wanderbegeisterten im Stuttgarter Hauptbahnhof unser traditionelles Brezelvesper ein, nachdem uns der Zug nach Besigheim vor der Nase weggefahren war.

Am Ziel war es eine Pracht, die prall gefüllten Rebstöcke zu betrachten und hin und wieder eine kleine Kostprobe der zumeist zuckersüßen Trauben zu nehmen. Getoppt wurde dies aber von den Nachrichten aus dem Gäu, die uns immer wieder während der Wanderung erreichten, dass es dort pausenlos regnet und der lange erwartete Landregen eingetroffen ist, während wir die ganze Zeit fast keinen Tropfen Regen verspürten.

Die Felsengärten hoch über dem Neckar waren unser erstes Ziel. Tief und steil unter unser schlängelte sich der breite Neckar, den wir vor vier Wochen noch als kleines Rinnsal in Rottweil kennenlernten. In der überaus gastfreundlichen Felsengartenkellerei wurden wir mit den verschiedensten Besigheimer Weinen zu unserem Rucksackvesper versorgt, sodass man am liebsten im Freien sitzengeblieben wäre. Aber wir hatten ja noch einen großen Teil der Wanderstrecke jenseits des Neckars vor uns. Nach sehr steilem Anstieg über 177 Stäffele erreichten wir über dem Bergrücken das Enztal, dem wir bis hinein in die Besigheimer Altstadt folgten und schließlich im „Hirsch“ gemütlich einkehrten. Das lange Warten auf den verspäteten Zug im Besigheimer Bahnhof tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch und so kehrten wir zwar müde, aber glücklich und mit vielen neuen Eindrücken versehen gegen 19.30 Uhr wieder wohlbehalten heim.

 

 

Ulrich Fallscheer